Dritter Trendtag der norddeutschen Ernährungswirtschaft 2009
In Lübeck werden Trends kreiert
Hiervon konnten sich rund 120 Experten aus der Lebensmittelindustrie am 19. Februar zum Dritten Trendtag der norddeutschen Ernährungswirtschaft überzeugen.
Die Veranstaltung der Brancheninitiative foodRegio, die durch ein Impulsreferat des Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen eröffnet wurde, teilte sich in drei Themenschwerpunkte: Trends in der Prozessoptimierung, Trends in der Personalentwicklung und Trends in der Produkt-entwicklung bestimmten den Tag.
Die 40 Teilnehmer, die sich für das Thema Produktentwicklung entschieden, zeigten sich ganz kreativ und innovativ: Im Food-Workshop wurden sie unter dem Motto „rapid prototyping" von der Ideengenerierung bis zur Fertigstellung eines neuen Produktes geführt. Frei nach dem Motto „Gibt's nicht gibt's nicht" waren sie aufgefordert, zu schneiden, mixen und pürieren um in Gruppenarbeit neuartige Drinks zu kreieren. Chili, Kaffeeextrakt, Minze, Vanilleeis und Ingwer - passt nicht? Weit gefehlt, diese Mischung war der Favorit der Arbeitsgruppe mit dem Auftrag „Coffinis" zu produzieren. Weitere, abenteuerlich klingende, aber dennoch schmackhafte Ergebnisse zu den Vorgaben „Chais", „Milkies" und „Virigins" präsentierten die Lebensmittelxperten ihren Branchenkollegen. Dabei gehe es in erster Linie nicht um das fertige Produkt, sondern vielmehr um den Prozess der Ideenentwicklung und um die Beherztheit, ganz praktisch scheinbar nicht passendes auszuprobieren. So ermutigte der Workshopleiter und Lebensmitteltechnologe Hans-Christian Eder seine Schützlinge, die in erster Linie aus den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen namhafter Lebensmittelunternehmen stammten.
Dass das Arbeiten in Netzwerken an Bedeutung gewinnen wird, unterstrich der Schweizer Trendforscher Dr. Stephan Sigrist, der das Marktwachstum vermehrt in der Schnittstelle bereits bestehender Märkte sieht. Damit wachse die Notwendigkeit für strategische Netzwerke und Kooperationen, so Sigrist weiter, der einen Blick in die Kristallkugel warf und über den Speiseplan der Zukunft referierte.
Auch Jochen Brüggen, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens und Vorstandvorsitzender foodRegio, betonte, dass Unternehmen, die sich in einem Cluster vernetzen, wesentlich erfolgreicher seien, was Wachstumsraten und Innovationspotenzial betrifft, als nicht vernetzte Unternehmen. Die Frage nach der Effektivität von Branchennetzwerken stellte sich auch die schleswig-holsteinische Landesregierung und fand in einer entsprechenden Evaluierung eine positive Antwort hierauf. Grund genug, um das Netzwerk foodRegio um weitere drei Jahre zu fördern. Mit den Worten „Lübeck ist die Hauptstadt der schleswig-holsteinischen Ernährungswirtschaft!" überreichte Ministerpräsident Peter Harry Carstensen Bürgermeister Bernd Saxe und dem foodRegio Vorstandsvorsitzenden Jochen Brüggen den Förderbescheid aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft in Höhe von 310.000 Euro. Zur Begründung sagte Carstensen „Das Netzwerk foodRegio bündelt Stärken und erhöht damit die Durchschlagskraft schleswig-holsteinischer Produkte auf dem Markt." Die Ernährungswirtschaft in Schleswig-Holstein biete Arbeitsplätze für mehr als 20.000 Menschen, damit sei das Geld gut angelegt, denn es diene vielen, so Carstensen weiter.
Das komplette Programm und die Einladung können Sie an dieser Stelle abrufen.






